Newsletter vom 10.08.2021


 

Spandau Spezial: Gemeinsam sind wir stark

Demo gegen Hauptstadtzulage

Virtuelle Kita-Rundgänge

Neues aus der Geschäftsführung

 


 

Liebe Eltern, liebe Mitarbeiter/-innen und Freunde,

willkommen zum neuen Kitajahr. Wir freuen uns, dass der Regelbetrieb mit den geltenden Hygieneregelungen weitergehen kann. Nach der langen Phase des Notbetriebs und den Ferien ist der Start für alle Kinder und pädagogischen Fachkräfte ein Annäherungs- und Eingewöhnungsprozess. Auch für die Spandauer Kitas Ackerstraße, Blumenstraße und die Kita am Wald ist es ein besonderer Neubeginn. Im Interview mit den Kitaleiterinnen Steffi Dorn und Linda Ehrlich erfahren Sie, welche Herausforderungen sie in den vergangenen Monaten gemeistert haben. Viel Freude beim Lesen und allen gutes Gelingen wünscht Gudrun König, Bereichsleiterin


 

Spandau Spezial: Gemeinsam sind wir stark

Die Kita Taka-Tuka-Land musste im Frühjahr 2021 wegen Verkauf des Grundstücks an einen Investor aufgegeben werden. Mit hohem finanziellen Aufwand des Trägers und großem Engagement der Spandauer Kitas Ackerstraße, Blumenstraße und Kita am Wald haben wir dafür gesorgt, dass die Kitaplätze von 50 Kindern erhalten wurden. Steffi Dorn (links im Bild), die als ehemalige Leiterin der Kita Taka-Tuka-Land die Leitung der Kita Ackerstraße übernommen hat, und Linda Ehrlich aus der Kita Blumenstraße berichten über die größten Herausforderungen und die aktuelle Situation.

 

 

Frau Ehrlich, wann haben Sie davon erfahren, dass Kinder aus der Kita Taka- Tuka-Land bei Ihnen einziehen werden?

Linda Ehrlich: Im März 2020 kam die Nachricht, dass die lang geplante Sanierung unseres Anbaus umgesetzt wird, um dort 34 Kinder aufzunehmen. Ursprünglich hatten wir den Anbau als Vorschulhaus geplant. Im August begannen die Bauarbeiten nach einer Konzeptphase mit vielen Einzelgesprächen, da wir die neue Raumplanung coronabedingt nicht im Team entwickeln konnten. Am 1. April 2021 zogen dann die Kinder mit sieben neuen Erzieherinnen ein. Stefanie Dorn als Leiterin koordinierte die Verteilung der Kinder. Oberste Prämisse war, dass Geschwisterkinder in einer Kita bleiben konnten. Die daraus entstandene ungewöhnliche Altersmischung der Kinder, macht es notwendig, in das neue Kitajahr mit einem Übergangskonzept zu starten.

 

Frau Dorn, was war für Sie die größte Herausforderung?

Steffi Dorn: Die größte Herausforderung für mich war das Team emotional aufzufangen. Die Kolleginnen hatten seit 10-25 Jahren in der Kita Taka-Tuka-Land gearbeitet und wollten dort bis zu ihrer Rente bleiben. Sie so kurzfristig zu verpflanzen und das für alle gut zu gestalten, war eine große Aufgabe. Wir mussten schnell denken und handeln im besten Sinne für alle Beteiligten. Viele Eltern haben mir zurückgemeldet, dass uns das offenbar gut gelungen ist.

 

Wie und von wem wurden Sie dabei unterstützt?

Linda Ehrlich: Unsere Bereichsleiterin Gudrun König hat immer ein offenes Ohr für Fragen, Sorgen und Nöte. Sigrid Petto war ein wichtiger Gesprächspartner bei konzeptionellen Fragen und Entscheidungen und gab mir Feedback. An unseren Teamtagen unterstützte sie die Kolleginnen bei der Entwicklung ihrer neuen Gruppenkonzepte. Steffi Dorn und ich haben uns natürlich eng telefonisch ausgetauscht und auch mein Team war eine tolle Unterstützung. Es gab eine große Solidarität. Die neuen Kolleginnen waren sehr flexibel, haben ihre Kita ausgeräumt und den Umzug gemanagt. Und das Hausmeisterteam war immer zur Stelle, wenn wir schnell tatkräftige Hilfe brauchten.

 

Steffi Dorn: Ursprünglich sollten wir zum Ende des Jahres 2020 aus der Kita Taka Tuka-Land ausziehen. Das wäre weder baulich noch organisatorisch umsetzbar gewesen. Nach längeren Verhandlungen mit dem neuen Eigentümer, ist es der Geschäftsführung gelungen den Mietvertrag um 4 Monate zu verlängern. Der Austausch mit den Kitaleitungen aus ganz Spandau, besonders mit Linda Ehrlich, meiner Vorgängerin Sylvia Turgay und Manuela Fahrentholz aus der Kita am Wald waren eine große Stütze.

 

Wie haben Sie die Kinder auf den Umzug vorbereitet?

Steffi Dorn: Wir haben im Team die eigene Trauer und den Verlust der Kita besprochen und auch Elternabende organisiert, wo wir ganz klar formuliert haben: Für die Kinder ist es ein Abenteuer. Es soll für sie eine neue, schöne Sache sein. Wie wir von den Eltern wissen, ist das im Großen und Ganzen auch gut gelungen, die Trauer der Erwachsenen nicht auf die Kinder zu übertragen.

 

Mit welchem Gefühl starten Sie in das neue Kitajahr?

Steffi Dorn: Seit Mai durfte ich Sylvia Turgay begleiten, die in ihre wohlverdiente Rente gegangen ist. Nach und nach konnte ich die Leitung von ihr übernehmen und fühle mich gut vorbereitet. Dafür bin ich dem Träger sehr dankbar, dass das möglich war. Und auch das Team ist sehr gewillt nach vorne zu schauen und so starten wir alle optimistisch in das neue Kitajahr.

 

Linda Ehrlich: Mit rund 140 Kitaplätzen sind wir eine der größten Kitas bei Orte für Kinder. Wir sind eine Kiez-Kita mit Herz, darauf sind wir stolz. 2020 hatten wir 50-jähriges Jubiläum, das wegen Corona ausgefallen ist. Es wäre schön, wenn wir das noch nachholen könnten.


 

Demo gegen Hauptstadtzulage

Die Hauptstadtzulage bleibt ungerecht. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit anderen freien Trägern am 11. Juni vor dem Roten Rathaus dagegen demonstriert. Denn die Hauptstadtzulage von 150 Euro monatlich wird ausschließlich an die Beschäftigten der landeseigenen Betriebe gezahlt. Alle anderen Erzieherinnen und Erzieher in Kitas, die in freier Trägerschaft sind, gehen leer aus. Derzeit werden durch unseren Wohlfahrtsverband und einzelne freie Träger mögliche rechtliche Schritte geprüft. Der Ausgang ist ungewiss. Dabei muss schnell etwas getan werden. Wir fordern eine Hauptstadtzulage für alle Beschäftigten in den Berliner Kitas und gleiche Chancen für freie Träger und Eigenbetriebe.


 

Virtuelle Kita-Rundgänge

Während der Pandemie war es für Eltern nicht möglich, sich vor Ort einen Eindruck von unseren Kitas zu machen. Aus dieser Situation heraus entstand die Idee, virtuelle Rundgänge anzubieten. Entstanden sind 360° Panoramen von Gruppenräumen, Bädern, Funktionsräumen und Gärten, die den typischen Eindruck der jeweiligen Kita vermitteln. Mit einem Klick kann man sich im Profil von bisher 8 Kitas auf unserer Website einen Eindruck verschaffen. Panoramen der Kita Till Eulenspiegel ansehen...


 

Neues aus der Geschäftsführung

Damir Steko ersetzt Michael Sadowski in der Geschäftsführung von Orte für Kinder. Zum Juli übernimmt der langjährige Bereichsleiter unserer Schwestergesellschaft Kinder im Kiez einen Posten in der dreiköpfigen Geschäftsführung von Orte für Kinder. Er übernimmt den Posten von Michael Sadowski, der in dieser Funktion seit 2011 bei Orte für Kinder war. Der Vielfalter und Orte für Kinder sagen: Vielen Dank, lieber Michael Sadowski und herzlich Willkommen, lieber Damir Steko!


 

Herausgeber: Orte für Kinder GmbH, Geschäftsführer: Christian Hubert, Karsten Tamm, Kopernikusstraße 23, 10245 Berlin, Telefon: 347 476 166, www.ortefuerkinder.de, Redaktion / Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@ortefuerkinder.de
Fotografie: Tanja Schnitzler, Lena Giovanazzi

 

 

 

 

 

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