Newsletter Ausgabe 10, Winter 2020


Wir stellen vor

Unsere Einrichtungen: Hohenzollernstraße

Pädagogische Qualität durch Wertschätzung

Medientipp: Niemand ist perfekt

 


Liebe Eltern, liebe Mitarbeiter/-innen

willkommen zur zehnten Ausgabe des Vielfalters. Vor uns liegt ein neues Jahr mit frischen Ideen für die pädagogische Arbeit in unseren Kitas. Die Weiterentwicklung ihrer Qualität liegt uns am Herzen. Warum eine gute Atmosphäre dafür wichtig ist, erfahren Sie in dieser Ausgabe. Die Vielfalt unserer Kitas drückt sich auch in den Besonderheiten unserer Häuser aus. Der Charme der Villa der Kita Hohenzollernstraße begeistert mit neuem Farbkonzept und Holzfußboden das Team, Eltern und Kinder. Ein erfolgreiches 2020 und eine spannende Lektüre wünscht Ihnen Gudrun König, Bereichsleiterin

 


Wir stellen vor

Unsere EDV-Abteilung sorgt dafür, dass alle Geschäftsprozesse technisch störungsfrei, anforderungsgerecht und datensicher ablaufen. Das 6-köpfige EDV-Team wartet und unterstützt die gesamte Hard- und Software von 130 OfK-Rechnern und Laptops der Kita-Leitungen und Mitarbeiter, inklusive Drucker und Telefonanlagen. Alle Daten werden auf unternehmenseigenen Servern gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen verarbeitet und gespeichert.

 


Unsere Einrichtungen: Hohenzollernstraße

Die Kita Hohenzollernstraße in Zehlendorf blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Die mondäne Villa wurde um die Jahrhundertwende gebaut und war nach dem Zweiten Weltkrieg u.a. ein Flüchtlingslager und eine Polizeistation. 1972 zog hier eine Kita ein. Seit 2007 ist sie in der Trägerschaft von Orte für Kinder und dabei ist es bis heute geblieben. Auf vier Etagen mit 600 Quadratmeter Fläche und einem großen Garten haben die Kinder viel Platz zum Toben und Spielen. Bis zu 90 Kinder ab einem Jahr bis zum Schuleintritt betreut das 12-köpfige Team und das Leitungsteam Julia Bartel und Daniela Schulz.

 

Frau Bartel, wie würden Sie das besondere Flair des Hauses beschreiben?

Wir haben nicht das Gefühl, morgens an einen Arbeitsplatz zu kommen. Unsere Kita ist eher wie ein zweites Zuhause, weil die Villa Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlt. Durch die Räume, die alle verschieden sind, und die vielen Winkel und Treppen. Für Kinder hat das Haus etwas Zauberhaftes, wie aus einem Märchen. So beschreiben es ehemalige Kinder.

 

Was hat sich durch die umfangreiche Sanierung im vergangenen Jahr verändert?

Der Innenbereich wurde saniert und dabei ein auf das Haus abgestimmtes Farbkonzept umgesetzt. Da das Treppenhaus teilweise recht dunkel ist, haben wir helle Grautöne verwendet. Der Linoleumboden aus den 80er-Jahren wurde rausgerissen, unter dem der alte Dielenboden zum Vorschein kam. Wir haben uns sehr dafür starkgemacht, ihn aufzuarbeiten und das Holz schafft eine besonders warme Atmosphäre. Insgesamt wirkt alles frischer und heller.

 

Wirkt sich das auch auf die Arbeitsatmosphäre aus?

Es ist ein schöner Arbeitsplatz, den der Träger in den letzten Jahren geschaffen hat. Das betrifft nicht nur die äußeren Rahmenbedingungen. Es gibt eine hohe Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber, die sich auch durch Gesundheitsstühle, Hörschutz oder Massagen ausdrückt. Das wirkt sich sehr positiv auf die ganze Atmosphäre und die Arbeit mit den Kindern aus.

 


Pädagogische Qualität durch Wertschätzung

Der Anspruch an die pädagogische Arbeit und die Fachkräfte in der frühkindlichen Bildung ist zu Recht hoch. Wie Qualität auch in Zeiten des Erziehermangels gelingen kann, darüber sprachen wir mit Julia Bartel, Kitaleiterin und interne Evaluatorin bei Orte für Kinder.

 

Wie wird die Qualität der pädagogischen Arbeit konkret weiterentwickelt?

Jede Kita wird jährlich intern von qualifizierten Kolleginnen aus dem Träger evaluiert. Die Evaluation dauert einen ganzen Tag, an dem das gewählte Themenpaket besprochen und anschließend ausgewertet wird. Zudem führt alle fünf Jahre das KiQu-Servicebüro Berlin die externe Evaluation durch. Am Ende der drei Tage findet eine Auswertungsveranstaltung mit Vorschlägen zu einzelnen Themenfeldern statt.

 

Wer entscheidet darüber, was evaluiert wird?

Bei beiden Evaluationen sucht sich jede Kita ein Themenpaket aus, wie z. B. »Spiel und Lernen« oder »Individuelle Förderung«. Es geht darum, die pädagogische Arbeit zu verbessern, aber auch anzuerkennen, was gut läuft. Es wirkt sich auf das gesamte Team positiv und motivierend aus, wenn dies von Außen ebenfalls so wahrgenommen und lobend erwähnt wird. Man darf nicht vergessen, dass Erzieher das ganze Jahr unter hohem Personalmangel arbeiten. Da tut Lob unglaublich gut.

 

Es geht also nicht nur um die Vermittlung pädagogischer Kompetenz?

Ein ganz wichtiger Punkt der internen und externen Evaluation ist, dass den Mitarbeitern die Fähigkeit zur Selbstreflexion zurückgegeben wird. Die Evaluationen bietet ihnen Zeit und Raum sich mit Themen auseinanderzusetzen und möchte den Blick auch auf das lenken, was schon toll läuft und es nicht schlimm ist, wenn etwas noch nicht perfekt ist. Denn wenn es eine schöne Zeit mit den Kindern war, dann haben alle was gewonnen. Das stärkt den Zusammenhalt und verbessert die Atmosphäre.

 

Welche Rolle spielt die Weiterbildung für die pädagogische Qualität?

Jeder Mitarbeiter spricht mindestens alle zwei Jahre mit der Kitaleitung über die eigenen beruflichen Ziele und wo er oder sie Unterstützung braucht. Meistens ergibt sich aus diesem Gespräch der Besuch einer Fortbildung. Der eine möchte den Facherzieher für Integration machen, die andere Kollegin möchte sich mit dem Thema Morgenkreis intensiver beschäftigen. Nach jeder besuchten Fortbildung gibt es dazu Teambesprechungen und Materialien, sodass das gesamte Team davon partizipieren kann. Jedes Jahr absolviert zudem jedes Team eine gemeinsame Fortbildung, bei der über ein Thema gesprochen und reflektiert wird.

 


 

Niemand ist perfekt

Muss eine Ziege schwimmen können? Ihre Stärke ist doch über Stock und Stein zu springen, ohne sich dabei die Beine zu brechen. Das Bilderbuch »Wenn die Ziege schwimmen lernt« mit zauberhaften und lustigen Illustrationen widmet sich mit viel Humor der Frage, ob man überall gleichermaßen perfekt sein muss. Es erzählt von einer Zeit, als alle Tiere in die Schule gingen, um Schwimmen, Fliegen, Rennen und Klettern zu lernen. Doch nicht jedes Tier kann alles gleich gut. Das Pferd verzweifelt beim Klettern und der Vogel bleibt beim Wettrennen buchstäblich auf der Strecke. Erst als die Lehrer ihre vermeintlich unfähigen Schüler sich selbst überlassen, merken die Tiere, wie schön es doch ist, das zu tun, was ein jedes von ihnen mag und am besten kann. Die Tierfabel ist ein witzig inszeniertes Plädoyer dafür, dass es richtig ist, verschieden zu sein.

»Wenn die Ziege schwimmen lernt« von Nele Most und Peter Kunstreich, Verlag Beltz & Gelberg, ab 4 Jahren, empfohlen von Sigrid Petto

 


Herausgeber: Orte für Kinder GmbH, Geschäftsführer: Karsten Tamm, Michael Sadowski, Christian Hubert, Kopernikusstraße 23, 10245 Berlin, Telefon: 347 476 166, www.ortefuerkinder.de, Redaktion / Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@ortefuerkinder.de, Fotografie: Christoph Eckelt

 

 

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