Newsletter Ausgabe 11, Sommer 2020


 

Wir stellen vor

Unsere Einrichtungen: Kita Boelckestraße

Thema: Neustart in Coronazeiten

Neue Leitung Kita Wiesenstraße

Medientipp: Familie sind wir

 


 

Liebe Eltern, liebe Mitarbeiter/-innen

wir hoffen, Sie sind gesund und erholt ins neue Kitajahr gestartet, auf das wir uns besonders sorgfältig vorbereitet haben. Welche Regeln im Kitaalltag eingehalten werden müssen und wie die pädagogische Arbeit in Coronazeiten organisiert wird, lesen Sie in dieser Ausgabe. Für Ihre Geduld und Solidarität in den vergangenen Monaten möchten wir uns herzlich bedanken und wünschen Ihnen für die kommende Zeit alles Gute! 

Gudrun König, Bereichsleiterin


Wir stellen vor

Die studierte Heilpädagogin Kathleen Bölke unterstützt seit Anfang Mai als pädagogische Fachberaterin in Zusammenarbeit mit Sigrid Petto unsere Kita-Teams in allen Fragen der frühkindlichen Bildung. Für ihre Tätigkeit bringt die 40-Jährige umfangreiche Kompetenzen und Erfahrungen mit ein. Als vormalig langjährige Dozentin an einer pädagogischen Fachschule und Co-Leiterin einer Kita mit 120 Kindern kennt sie die Aufgaben und Themen der Leitungsteams und pädagogischen Fachkräfte. »Wichtig ist, dass ein Team die Form findet, in der es gut zusammenarbeiten kann und es den Kindern und den Erziehern gut geht«, erläutert Kathleen Bölke. Dies ist besonders in der aktuellen Situation eine große Herausforderung. Während der Corona Pandemie haben beide pädagogischen Fachberaterinnen digitale Beratungsformate entwickelt, um trotz der Abstandsvorgaben inhaltliches Arbeiten möglich zu machen. »In jeder krisenhaften Situation kann man etwas Gutes sehen und es ist erstaunlich, wie schnell Digitalisierung im Kitaalltag gehen kann«, blickt Kathleen Bölke auf die vergangenen Monate zurück und freut sich auf den Austausch mit den Kolleg/innen im neuen Kitajahr.


 

Unsere Einrichtungen: Kita Boelckestraße

Die Kita Boelckestraße befindet sich im nördlichen Teil von Tempelhof inmitten eines grünen Wohngebietes mit Ein- und Mehrfamilienhäusern unweit des ehemaligen Flughafens Tempelhof. 1955 wurde das Haupthaus auf dem großzügigen Gelände eröffnet. Wegen des steigenden Bedarfs an Kitaplätzen erfolgte die Erweiterung um zwei weitere Häuser. Alle Gebäude mit ihren Garten- und Spielanlagen wurden ab dem Jahr 2006 umfassend saniert und umgebaut. Heute betreut das Kitateam unter der neuen Leitung von Vera Stachura und Sandra Popovic 120 Kinder im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung. Vera Stachura verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als stellvertretende Kitaleiterin. Gemeinsam mit Sandra Popovic, die seit zehn Jahren im Team der Kita Boelckestraße als Erzieherin arbeitet, möchte sie die Tradition des Hauses fortführen und besonders in der aktuellen Situation für Verlässlichkeit und Sicherheit sorgen.

 

Was zeichnet Ihre Kita aus?

Vera Stachura: Durch die sich verändernden gesellschaftlichen Prozesse nimmt der Stellenwert einer guten Bildungs- und Erziehungsarbeit immer mehr zu. Unsere Kita schafft vielfältige Spiel- und Lernmöglichkeiten u.a. mit Außenaktivitäten und dem Zusammentreffen von Kindern verschiedener Altersgruppen, Nationalitäten und Religionen, um ihre eigenen Lebens- und Erfahrungsbereiche zu erweitern und ihre Lebenswelt aktiv mit zu gestalten.  

 

Sandra Popovic: Unsere Kita verfügt über einen großen und ansprechenden Garten mit unterschiedlichen Angeboten zum Klettern, Rutschen, Balancieren und kreativen Spielen. Die Kinder können die Natur auf vielfältige Weise erkunden, sich aktiv an der Pflege und Ernte von Obst und Gemüse beteiligen. Für eine optimale Bewegung steht den Kindern im Pavillon ein großer Turnraum zur Verfügung. Hier können sie sich an verschiedenen Geräten ausprobieren, Geschicklichkeit und Mut erlangen.

Was ist Ihnen in der pädagogischen Arbeit wichtig?

Vera Stachura: Einen großen Stellenwert nimmt bei uns die Sprachentwicklung der Kinder ein. Hier sind wir eng im Austausch mit Logopäd/innen und arbeiten mit ihnen zusammen. Uns ist wichtig, eine Atmosphäre der Akzeptanz, des Vertrauens und des Wohlbefindens zu schaffen, den Kindern Anregungen zu geben und für gute materielle sowie räumliche Bedingungen zu sorgen.

 

Sandra Popovic: Uns liegt am Herzen, dass sich alle Kinder in unserer Kita wohlfühlen, ihre persönlichen Bedürfnisse entwickeln und ausleben können. Wir geben ihnen dabei durch unseren strukturierten Tagesablauf Sicherheit und Orientierung und fördern die Entwicklung von Freude und Spaß am gemeinsamen Spielen und Lernen.


 

Neustart in Coronazeiten

Seit dem 22. Juni arbeiten unsere Kitateams im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Die Mitarbeiter/innen orientieren sich an den Vorgaben des OfK-Pandemieplanes, für deren Umsetzung die Leitungen vor Ort verantwortlich sind. Im Gespräch erläutert Bereichsleiterin Gudrun König, wie unsere Kitas mit den geltenden Anforderungen umgehen.

Frau König, wie hat OfK den Lockdown im Frühjahr bewältigt?

Während des Lockdowns sind unsere Kitaleitungen engmaschig von unserem Krisenstab, bestehend aus Geschäftsführung, Bereichsleitungen, Personalmanagement und Betriebsrat, schriftlich auf die jeweils aktuellen Entwicklungen und umzusetzenden Maßnahmen hingewiesen worden. Insbesondere die Phase der schrittweisen Öffnung, unter strengen Kontaktbeschränkungen und in kleinen Gruppen, hat die Leitungen vor große, kaum zu bewältigende organisatorische Aufgaben gestellt. Viele bislang übliche pädagogische Angebote wie Ausflüge, gruppenübergreifende Aktivitäten, Sport in geschlossenen Räumen, Singen und Musizieren konnten nicht mehr stattfinden. Geplante Kinderreisen mussten abgesagt werden.

 

Wie wird die pädagogische Arbeit aktuell organisiert?

Seit dem Übergang in den Regelbetrieb werden die Kinder wieder in ihren regulären Gruppen betreut. Gruppenübergreifende Angebote finden aber weiterhin nicht statt und dort, wo andere Kinderkonstellationen nicht zu vermeiden sind wie z.B. in Früh- und Spätdiensten, werden Kontaktlisten geführt. Die größten Veränderungen mussten wir in den Kitas mit einem offenen Konzept vornehmen. Hier betreuen wir die Kinder nun in überschaubaren Bereichen und die Kinder können sich nicht mehr im ganzen Haus frei bewegen. Eingewöhnungen finden wieder statt. Eine Betreuungsperson begleitet das Kind und trägt dabei eine Maske.

 

Wird in den Kitas regelmäßig getestet?

Nein, vor Ort in den Kitas wird nicht getestet. Im Rahmen der Berliner Corona-Teststrategie können sich die Beschäftigten aller Kindertageseinrichtungen auf das Corona-Virus testen lassen, auch wenn keine Symptome vorliegen. Teilnehmen können Mitarbeitende, die Kontakt zu erkrankten Kindern hatten oder die wegen des eigenen Infektionsrisikos besonders besorgt sind.

 

Bei allen Herausforderungen: Gibt es auch positive Seiten?

Die Organisation und Zusammenarbeit zwischen Träger und Kita hat in den vergangenen Monaten prima geklappt, da wir auf die bestehenden und gut eingespielten Strukturen zurückgreifen konnten. Alle wichtigen Fragen wurden zeitnah beantwortet sowie schriftlich dokumentiert und haben so für eine große Sicherheit gesorgt. Die Mitarbeiter/innen haben sich sehr solidarisch verhalten und waren äußerst flexibel.


Neue Leitung in der Kita Wiesenstraße

Am 1. August hat Annett Lochow gemeinsam mit Martina Braatz die Leitung der Kita Wiesenstraße in dem sich wandelnden Kiez in Berlin-Wedding übernommen. Die erfahrene Pädagogin ist mit viel Elan in die neue Aufgabe gestartet: »Es ziehen viele Künstler, Freischaffende und Menschen aus unterschiedlichen Kulturen hierher. Wir freuen uns sehr auf die Arbeit mit den Kindern und auf den Austausch mit unseren interessierten, aufmerksamen und zufriedenen Eltern«. Zuvor war Annett Lochow, die 2018 ihr 30-jähriges Dienstjubiläum feierte, als kommissarische und stellvertretende Leiterin der Kita Traumbaum tätig.


Familie sind wir

Was ist eine Familie? Was macht sie aus? Ob Patchworkfamilie, gleichgeschlechtliche Eltern oder Pflegefamilien - es gibt viele unterschiedliche Definitionen. Das Buch stellt ihre Vielfalt auf jeder Doppelseite in leicht verständlichen Sätzen und Bildern kindgerecht dar und zeigt somit die Fülle an Familienformen - ohne zu bewerten. Schon beim Aufschlagen der ersten Seite mit der Frage »Wer gehört zu deiner Familie?« lädt es Kinder zum Erzählen ein. Sie erfahren außerdem, wozu Familien eigentlich da sind und dass sie sich auch verändern können. Die Themen Essen, Wohnen, Feste und Bräuche kommen ebenfalls zur Sprache und vermitteln so anschaulich die Vielfalt von Familienkulturen. Ein tolles Buch, besonders für Kinder, die sich in den vielen »Bilderbuchfamilien« oft nicht wiederfinden.

»Familie. Das sind wir!« von Felicity Brooks und Mar Ferrero, Usborne Verlag, ab 4 Jahren, empfohlen von Kathleen Bölke


 

Herausgeber: Orte für Kinder GmbH, Geschäftsführer: Christian Hubert, Karsten Tamm, Michael Sadowski, Kopernikusstraße 23, 10245 Berlin, Telefon: 347 476 166, www.ortefuerkinder.de, Redaktion / Text: Anja Karrasch, Christoph Ziegler, redaktion@ortefuerkinder.de Fotografie: Lena Giovanazzi, Christoph Eckelt, Tanja Schnitzler, privat (Frau Bölke)

 

 

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